Aktuell Landesjugendpfarramt

Workshops mit 400 Teilnehmenden

Kinder- und Jugendarbeit in der Corona-Pandemie

„Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen“, so schreibt das ejo-Workshops-Team am 23. März 2020 an alle Hauptamtlichen in der Kinder- und Jugendarbeit der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg. Nachdem Mitte März die Corona-Pandemie dafür sorgte, dass alle Präsenzveranstaltungen abgesagt werden mussten, setzten sich vier Kolleg*innen spontan zusammen um Alternativen zu schaffen.

In den Osterferien fanden in den vergangenen Jahren viele Schulungen für Jugendgruppenleiter*innen statt – 2020 undenkbar. Tanja Schultzki, Kreisjugenddiakonin im Oldenburger Münsterland, Björn Kraemer, Farina Hubl und Lucas Söker (alle Referent*innen im Landesjugendpfarramt Oldenburg) haben sich fest vorgenommen ein alternatives Bildungsangebot zu schaffen. Und so entstand am Abend des 20. März die Idee für die „ejo Workshops“.

Das Leben besteht nicht aus schwarz und weiß. Online und offline. Es ist bunt und vielfältig. Und so sind digitale und analoge Kinder- und Jugendarbeit, wenn man sie denn so nennen will, nur gemeinsam zu denken und nicht als Parallelwelten

Lucas Söker, Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Landesjugendpfarramt 

Bis zum heutigen Tag haben über 60 Workshops mit 400 Teilnehmenden aus dem gesamten Gebiet der oldenburgischen Kirche und auch darüber hinaus stattgefunden. Angeboten wurden die Workshops von Haupt- und Ehrenamtlichen unserer Kirche, aber auch von Mitarbeitenden der aejn (Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Niedersachsen) und der aej (Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland).

Von Gitarrenkurs über Sport Workouts bis zu Europapolitik

So lernten Teilnehmende beispielsweise per Videokonferenz Gitarrespielen, diskutierten mit Dorothee Ammermann, Referentin für europäische Jugend- und Bildungspolitik der aej in Brüssel, über Europapolitik und konnten sich in #ejoSports Workshops gemeinsam sportlich betätigen.

Die Vorgaben für die Workshops hielt das Team möglichst gering, um keine unnötigen Hürden aufzubauen: „Per Zoom können wir alle Themen mit den Jugendlichen bearbeiten, die wir schon immer mal anbieten wollten, für die aber irgendwie nie Zeit war. Die einzige Voraussetzung ist, dass es sich um Bildung im weitesten Sinne handelt. Es geht also nicht um bespielen oder bespaßen, sondern um inhaltliche oder kreative oder persönlichkeitsbildende Angebote. Das ist für uns ein tolles Lernfeld, denn einige unserer üblichen Methoden fallen natürlich raus. Gleichzeitig können wir neue Dinge ausprobieren und wer weiß, vielleicht sind einige Methoden so gut, dass sie uns auch nach dieser Zeit erhalten bleiben und die Arbeit bereichern.“

Zwischenfazit

Wir richten unsere Arbeit auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen aus und so wird der Bereich Medienpädagogik künftig einen Schwerpunkt im Landesjugendpfarramt bilden.

Farina Hubl, Referentin und stellvertretende Leitung im Landesjugendpfarramt

Im Rahmen einer Auswertung von Feedbacks wird deutlich: die ejo Workshops waren und sind ein voller Erfolg. Die Anzahl der derzeit angebotenen Workshops ist geringer als noch in den Osterferien. Das ist allerdings ganz normal, denn neben Schule kommen auch viele weitere Verpflichtungen zurück in den Alltag der Menschen.

Die Workshops gehen weiter und im Rahmen einer Hauptamtlichenkonferenz mit allen Hauptamtlichen der Kinder- und Jugendarbeit im Blockhaus Ahlhorn am vergangenen Dienstag wurde noch einmal deutlich, dass der Bereich der digitalen Kinder- und Jugendarbeit künftig weiter in den Fokus der Arbeit rücken muss.

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