Warum gendern? Was soll sich ändern? Was bedeutet das konkret?

Impulse des Landesjugendpfarramtes zur Umsetzung von Gender Mainstreaming in der Evangelischen Jugend Oldenburg

Warum gendern?

»So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, als Gottes Ebenbild schuf er sie und schuf sie als Mann und Frau.« (1.Mose 1,27, Gute Nachricht). Damit bekundet die Bibel die Gleichwertigkeit der Geschlechter von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern.

Die Evangelische Jugend in Oldenburg setzt sich auf dieser Grundlage dafür ein, dass Mädchen und Jungen, junge Frauen und junge Männer in ihrer ganzen Vielfalt, ihren Stärken und Schwächen, ihren Ähnlichkeiten und ihren Unterschieden einen gleichberechtigten Platz in Jugendverband, Kirche und Gesellschaft einnehmen. In diesem Sinne ermutigen und unterstützen wir sie, sich als mündige Christinnen und Christen einzubringen und das Leben zu gestalten.

Dies knüpft an Beschlüsse des Bundesverbandes Evangelischer Jugend (aej), den Vorgaben der EU und den nationalen- und bundeslandbezogenen Regelungen für die Jugendarbeit und deren Förderungen an.

Was soll sich ändern?

Gender Mainstreaming hat zum Ziel,

  • gerechtere Geschlechterverhältnisse zu verwirklichen,
  • angemessene Räume für die vielfältigen Potenziale, Lebenserfahrungen und Erwartungen von Mädchen, Jungen, jungen Männern und jungen Frauen zu schaffen und
  • ausgrenzende Strukturen zu überwinden.

Gender Mainstreaming bedeutet, geschlechterbezogene Aspekte querschnittartig bei der Gestaltung von Strukturen, bei der Besetzung von Gremien, bei allen Angeboten der Jugendarbeit, bei der Auswahl und Qualifizierung des Personals und bei der Verteilung von Ressourcen zu berücksichtigen. Mit Gender Mainstreaming wird es selbstverständlich, bei allem Handeln eine geschlechtersensible Haltung einzunehmen. So übernehmen alle Beteiligten Verantwortung für die Verwirklichung von Geschlechtergerechtigkeit.

Was bedeutet das konkret?

Folgende Schritte zur Umsetzung von Gender Mainstreaming macht sich die Evangelische Jugend Oldenburg zu eigen:

  • Eine Bestandsaufnahme statistischer Daten wird erstellt, die Auskunft gibt über die Teilnahme von Mädchen und Jungen an Angeboten evangelischer Jugendarbeit, über die Anzahl von weiblichen und männlichen ehrenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitenden sowie über die Besetzung von Gremien.
  • Aussagen zur Geschlechtergerechtigkeit sind in die Ordnungen der Evangelischen Jugend Oldenburg aufzunehmen.
  • Satzungen, Geschäftsordnungen und Förderrichtlinien werden mit den Zielen von Gender Mainstreaming in Übereinstimmung gebracht.
  • Projekte zur Förderung von Mädchen und Jungen werden gezielt durchgeführt und als Anregungen dokumentiert und publiziert.
  • Eine Gender-Checkliste wird als praxisnahes Instrument zur Verfügung gestellt, um Angebote der Jugendarbeit geschlechtergerecht zu planen und durchzuführen.
  • Qualifizierungen in Genderkompetenz und Gender Mainstreaming werden ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rahmen von Fort- bildungen angeboten.
  • Bei der Anstellung von hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird eine paritätische Verteilung der Geschlechter in den Teams angestrebt.
  • Die geschlechtergerechte Planung und Durchführung von Aktivitäten der Jugendarbeit wird in die Inhalte der Juleica-Schulungen aufgenommen.

AK Mejo, AK Junx, Landesjugendpfarramt 2009

Zum Thema Gender Mainstreaming hat die ejo das Faltblatt „Gender-Standards“ veröffentlicht. Neben dem Text dieser Seite finden sich dort folgende Texte:

Hier könnt ihr das Faltblatt „Gender-Standards“ als pdf-Datei downloaden:


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