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Hebräisch lernen in Oldenburg

Erstmalig bietet die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg in diesem Sommer die Möglichkeit zu einem Intensivkurs Hebräisch mit der Möglichkeit, im Anschluss das sogenannte „Hebraicum“ abzulegen. Damit eröffnet sich angehenden Theologiestudierenden nicht nur die Aussicht, eine der drei für das Studium Evangelischer Theologie notwendigen Sprachen in der Sommerpause zu erlernen, sondern auch den notwendigen Abschluss zeitnah und kursbezogen zu erwerben.

Wer sich für das Studium der Evangelischen Theologie interessiert, kommt an den drei „alten“ Sprachen nicht vorbei: Grundkenntnisse in Latein, Altgriechisch und Hebräisch sind nachzuweisen. Während viele ihr Latinum über die Schule erwerben und das – wenn auch immer seltener – im Falle des Graecums immerhin noch ab und zu möglich ist, existieren schulische Angebote zum Erlernen des „Althebräischen“ kaum mehr.

Dabei ist das biblische Althebräisch mehr als nur eine antike Sprache: Nachdem sie über eineinhalb Jahrtausende als pure Sakralsprache des Judentums existierte, lebte sie im späten 19. Jahrhundert wieder auf (Akademie für die Hebräische Sprache) und hat sich zum sogenannten „Neuhebräisch“ (Ivrit), das heute in Israel gesprochen wird, weiterentwickelt. Das Hebräische gehört zu den semitischen Sprachen und sein Erlernen führt mitten hinein in Denkweise, Verständnis, Welt- und Glaubensdeutung alttestamentlicher Texte.

Der Sprachkurs wird vom 1. bis 19. August im Gebäude der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg, Philosophenweg 1, in Oldenburg stattfinden. Als Dozent konnte Pfarrer Dr. sc. theol. Gerhard Begrich aus Berlin gewonnen werden. Das Hebraicum (als schul. Ergänzungsprüfung gem. AFO-GOFAK §27; 2008) wird abgenommen von dem Ulricianum in Aurich. Die Prüfung wird zeitnah im Anschluss an den Kurs stattfinden.

Für den Erwerb des Hebraicums ist an den Universitäten in der Regel ein Studiensemester einzuplanen. Das neue Angebot eines „Oldenburger Sommerferien-Intensivkurses“ zielt – nicht ausschließlich, aber vor allem – darauf ab, künftige Studierende der Evangelischen Theologie zu entlasten und zu fördern. Für Personen, die im Anschluss Theologie studieren und sich auf die Landesliste der Theologiestudierenden der oldenburgischen Kirche eintragen lassen, entfallen die Kosten und die Unterrichtsmaterialien werden für diesen Personenkreis kostenfrei sein.

Auskunft zu allen Fragen rund um den Hebräischkurs gibt Pfarrer Hartmut Lübben, der seit 1. Mai mit der Förderung des theologischen Nachwuchses der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg betraut ist unter Telefon: 0441 – 77 01 134 und E-Mail: hartmut.luebben@kirche-oldenburg.de

(Pressemeldung der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg)

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