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Szenenwechsel: „Man kriegt mehr zurück als man gibt“

Zur 17. Aktion Szenenwechsel haben Verantwortliche von Diakonie und Caritas, der BDKJ und die Evangelischer Jugend Oldenburg Jugendliche ab 15 sowie junge Erwachsene eingeladen. Die Schirmherrschaft über den diesjährigen Szenenwechsel haben Dominik de Mello (EWE-Baskets Oldenburg) sowie Flavio Stückemann (Rasta Vechta). „Allergrößten Respekt“ vor der Aktion hat de Mello. Jugendlichen rät er, neben der Schule auch noch anderes in den Blick zu nehmen. Er selbst sei in diesem Alter „nur vom Sport getrieben gewesen.“ Flavio Stückemann begeistert am Szenenwechsel, dass Jugendliche „sich in die Verantwortung nehmen lassen.“ Auch die Möglichkeit, seinen persönlichen und beruflichen Weg zu entdecken.

Begeistert erinnert sich Eva Moormann aus Goldenstedt-Lutten (Landkreis Vechta) an ihren Szenenwechsel zurück. Nach einem etwas unglücklichen Start in einer Schreinerei einer Jugendhilfeeinrichtung merkt sie schnell, „dass das nichts für mich ist.“ Schon am nächsten Tag macht sie in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen weiter. Im Andreaswerkes Vechta begleitet die 18-Jährige Menschen zum Essen, zur Krankengymnastik, geht mit ihnen spazieren und ist „total zufrieden.“ Mehr noch: „Man kriegt mehr zurück als man gibt,“ erzählt sie und kann letzteres kaum mit Worten beschreiben. „Man wird angelächelt und herzlich aufgenommen von den Behinderten“, schwärmt sie. Für Eva steht fest, dass sie nach dem Abitur ein Freiwilliges Soziales Jahr in dieser Behindertenwerkstatt macht.

Szenenwechsel
Flavio Stückemann (Rasta Vechta), Eva Moormann, Oliver Bruncken, Dominik Bahiense de Mello (EWE Baskets)

Das kann auch Oliver Bruncken aus Oldernburg bestätigen „Ich hatte vom ersten Tag an das Gefühl, dazu zu gehören“, erinnert sich der Gymnasiast zurück. Konsequenz aus den fünf Tagen in den Osterferien: ein freiwilliges soziales Jahr in einem Kindergarten nach dem Abitur.

Als Chance, einen neuen Blick auf das eigene Leben zu gewinnen, bezeichnete Diakonievorstand Pfarrer Thomas Feld die Aktion, „von der alle Beteiligten sehr profitieren.“ Eine Einladung, auch auf andere Seiten des Lebens zu blicken, ist die Woche in den Osterferien für den Vechtaer Caritasdirektor Dr. Gerhard Tepe. „Um neue Fähigkeiten entdecken zu können“, lädt der evangelische Landesjugendpfarrer Dr. Sven Evers Jugendliche ein. Für den katholischen Amtskollegen Pfarrer Heiner Zumdohme war ein ähnlicher Einsatz in seiner eigenen Jugend prägend für die Berufswahl.

Der Szenenwechsel 2014 findet vom 7. bis zum 12. April statt. Zur Verfügung stehen 300 Plätze in 135 Einrichtungen.

Weitere Infos und Anmeldung www.szenen-wechsel.de.

Titelfoto: Eröffnung der diesjährigen Aktion: Diakonie-Vorstand Thomas Feld, Teilnehmende Eva Moormann und Oliver Bruncken, Landesjugendpfarrer Sven Evers, Landescaritas-Direktor Gerhard Tepe und Dominik Bahiense de Mello von den EWE-Baskets (v.l.)

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