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#LeaveNoOneBehind

Die Lage an den europäischen Außengrenzen, besonders an der griechisch-türkischen Grenze spitzt sich immer weiter zu. Tränengas, körperliche Gewalt, Brandanschläge. Mittlerweile ist dort ein gewaltiger Konflikt entstanden, den wir, als Vorstand der Evangelischen Jugend Oldenburg, nicht gutheißen und verurteilen.

Nicht nur, dass die Menschen unter menschenunwürdigen Bedingungen ausharren müssen; sie werden auch als Druckmittel benutzt, um internationale Verträge neu auszuhandeln. Gerade in der jetzigen Zeit wird den Menschen ein Leben nach Art. 1 des Deutschen Grundgesetzes und Art. 2 des Vertrags über die Europäische Union (EUV) verwehrt und sie können sich nicht vor der aktuellen Corona-Pandemie schützen. Aufgrund der geschlossenen Außengrenzen wird ihnen das Recht auf Asyl nicht gewehrt und die Menschen müssen weiterhin dicht an dicht in Lagern leben, ohne jeglichen hygienischen Schutz vor dem Coronavirus (SARS-CoV-2). Auch in der syrischen Stadt Idlyb leben aktuell eine Millionen Menschen mit der Gefahr eines unkontrollierten Ausbruchs des Coronavirus.

Die Bundesregierung hat Anfang April beschlossen 47 unbegleitete minderjährige Geflüchtete aus griechischen Lagern nach Deutschland zu holen. Das ist zwar ein erster Schritt in die richtige Richtung, doch mit dem Hintergrund, dass sich über 1000 weitere Kinder und Jugendliche in den Lagern in Griechenland befinden und weitaus noch viel mehr schutzsuchende Menschen, ist dies nur der Tropfen auf dem heißen Stein. Es gibt in Deutschland Kommunen, welche bereit sind Geflüchtete aufzunehmen, allerdings durch die Regierung der Bundesrepublik Deutschland daran gehindert werden.

Es gab die größte Rückholaktion von Deutschen aus dem Ausland und doch ist es nicht möglich die überfüllten Flüchtlingslager aufzulösen und ihnen eine menschenwürdige Unterkunft zu geben.

Die Evangelische Jugend Oldenburg ist ein offener Jugendverband, bei dem die Grundlage unserer Gemeinschaft das Evangelium von der Liebe Gottes ist, wie Jesus Christus sie gelebt hat.

Daraus leiten wir ab, dass wir frei vor Gott, offen und tolerant gegenüber den Menschen und ihren Fragen und bereit zum Protest gegen Ungerechtigkeit und Menschenverachtung sind. Wir sehen uns in der Nachfolge von Jesus Christus, die er uns mit seiner tätigen Nächstenliebe vorgelebt hat. Das bedeutet für uns, zugewandt hinzusehen, wo Menschen in unserer Nähe oder sonst wo auf dieser Welt in Ungerechtigkeit oder Not leben und wo die Schöpfung bedroht ist.

Wir positionieren uns als Evangelische Jugend Oldenburg gegen die europäische Abschottungspolitik und fordern die Politiker*innen aus Landes-, Bundes- und Europaparlament auf alle rechtlichen Verpflichtungen zu benutzen, um die humanitäre Katastrophe an den europäischen Außengrenzen und deren Lagern für Geflüchteten umgehend zu beenden.

Wir als Vorstand haben die Petition #LeaveNoOneBehind unterschrieben und würden uns freuen, wenn auch ihr zeigt, dass wir vor allem in dieser Krise niemanden zurücklassen: Petition #LeaveNoOneBehind unterschrieben

Text: ejo Vorstand

Lucas Söker

Geschäftsführung und Öffentlichkeitsarbeit im Landesjugendpfarramt der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg – 0441-7701.404 oder lucas.soeker@ejo.de

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