Aktuell

Wo Milch und Honig fließen …

Ein neuer Bericht von der ejo-Gruppe aus Israel:

Wir waren zwei Tage am Toten Meer, ohne Internetmöglichkeiten. Dort war es tierisch heiß, 40 bis 45 Grad, windige, heiße Luft. Nun sind wir in Talitha Kumi, 1.300 Meter höher und wesentlich kühler. Von diesen zwei erlebnisreichen Tagen sind wir erschöpft und werden heute früh in den Betten verschwinden, damit wir morgen zu neuen Abenteuern (Hebron u.a.m.) aufbrechen können.

Gottesanbeterin

Ein besonderes Erlebnis am Sonntagmorgen. Im Brunnen von Hanna erleben wir mit, wie eine Gottesanbeterin aus ihrem Kokon schlüpft. Wie reich ist doch Gottes Schöpfung.

ejo-Plakette

Nach dem Sonntagsgottesdienst versammeln wir uns noch einmal an unserer Arbeitsstelle im Schulgarten. Bassam hat alles vorbereitet, damit die ejo-Plakette vor unserer Abfahrt noch an einem großen Felsen angebracht werden kann. Auch der Bürgermeister ist gekommen und bedankt sich bei der Gruppe für ihren Arbeitseinsatz.

Ein Anfang ist gemacht. Bassam wird unsere Arbeit gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der Grundschule fortsetzen. Weitere Projekte sind möglich, auch unter Beteiligung der ejo!

Jericho

Die Fahrt geht weiter. Durch die Obergaliläischen und Untergaliläischen Berge, durch das Jordantal in die tiefst gelegene und älteste Stadt der Erde, Jericho. Sophie hält als erste ihr zuhause vorbereitetes Referat und führt uns in die Geschichte Jerichos ein. Geschichte von vielfacher Zerstörung durch Kriege und Erdbeben. Wir lesen in der Bibel – die Posaunen von Jericho sind kein historischer Bericht, mehr eine Metapher über die Glaubens- und Willenskraft des jüdischen Volkes, sich das Land untertan zu machen, in dem „Milch und Honig“ fließt.

Aufstieg

Am Montagmorgen starten wir mit unserem Bergführer Jonathan in die Wüste Juda. Bevor die Sonne richtig heiß wird wagen wir den Aufstieg zu einer Quelle inmitten der steinreichen Wüste. Frisches Quellwasser macht aus Wüsten Gärten – wir erleben hautnah wie es in dem Lied „Wo ein Mensch Vertrauen gibt …“ von uns besungen wird. Lebendiges Wasser, Leben spendend, wenn der Puls vor körperlicher Anstrengung auf 180 geht. Ein langes Verweilen unter kärglich Schatten spendenden, trockenen Gehölzen, immer begleitet von in der Wüste lebenden Klippdachsen, einer genetischen „Kreuzung“ von Meerschwein und Elefant.

Ein Gedi

Unser Ziel ist der David-Wasserfall, weit oben im Canyon des Wady Nahal David. Im Pool, direkt unter dem Wasserfall erfrischen wir uns und winken Euch zu. Der Abstieg erfolgt über steile Pfade. Manch einer von uns ist an diesem Tag an seine Grenzen gelangt, ja, hat seine Grenzen überschritten, wenn es heißt, z.B. Höhenangst zu überwinden. Am Ende dieser 7-stündigen Wüstenwanderung sind alle begeistert über dieses einzigartige Erleben. Ein besonderer Dank gilt unserem Guide Jonathan aus dem Kibbutz Ein Gedi, der die Gruppe sehr umsichtig geführt und begleitet hat.

Baden im Toten Meer

Der späte Nachmittag gehört einem Pflichtprogramm am Toten Meer. Wir steigen ein in das salzige Meer und schwimmen auf salziger Lauge. Das Wasser hat eine Temperatur von 32 Grad und nach anfänglichem Zögern, ob es wirklich trägt, lassen wir uns treiben und genießen.

Christian Heubach

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4 Kommentare zu “Wo Milch und Honig fließen …

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